Wanderung durch das Bjørndal und auf den Vogelfelsen

Heute, am 26.7. ging es zur (Geburtstags-)Feier des Tages auf eine Wanderung ins Gebiet außerhalb der befriedeten Zone. Ab hier darf man nur mit ortskundiger Person und Waffe unterwegs sein. Auf Spitzbergen gibt es 2500 Einwohner und 3500 Eisbären.

image

Unsere beiden Führer Doreen, die ursprünglich aus Stralsund kommt und Rønar, ein Einheimischer, waren uns eine gute Gesellschaft. Die Wumme auf Doreens Rücken und die Pistole in Rønars Satteltasche haben uns dann in Sicherheit gewiegt. Wer weiß schon, wie angriffslustig die Vögel sind…

image

Das Bjørndal (Bärental) besticht durch seine absolute Ruhe. Ein paar Flüsschen, die von den umliegenden Gletschern und der Schneeschmelze gespeist werden, fließen durch. Viele Vögel sind unterwegs und sonst sieht man nur vereinzelte Rentiere. Eisbären kommen nur im Winter vorbei.

image

Meine Super-Schuhe haben Schlamm und knöcheltiefes Wasser übrigens gut gemeistert. Die Füße blieben warm und trocken.

image

Nach einiger Kletterei oben angekommen. Der Blick zurück zeigt unser Aufstiegs-Flusstal und den gegenüberliegenden Berg, der genau wie unserer aussah.

image

Der Gipfelbriefkasten zum Einschreiben.

image

Rønar hätte auch gern was von unserem Essen abbekommen, hat aber nur zwei Hände voll Trockenfutter gekriegt. Unser Essen hingegen war sehr lecker – plus Kaffee und warmem Saft.

image

Ausblick von oben

image

Gegenüber befindet sich die größte Satellitenanlage im Norden

image

Gipfelbuch

image

Der Wachhund

image

und das Wachgewehr

image

Unten haben wir noch zwei Rentiere getroffen, die neugierig ankamen und uns mal bestaunen wollten. Wir haben zurückgestaunt.

image
image
image

image

Leider hat Rønar die Ruhe dann etwas gestört und sie sind weggaloppiert.

image

Kategorien: Allgemein | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Husky Tour – 25. Juli 2015

Heute stand eine Husky-Tour auf dem Plan. Zuerst einmal machen wir uns mit den Hunden bekannt.

image

Hillfrid, die leider nicht mitlaufen durfte.

image

Ike, neben dem man sich wie Rotkäppchen fühlt.

image

Keino, mit 15 Jahren der älteste Hund im Hof, der aber noch immer ein guter Zughund ist, was ihm sein Dasein sichert, da es hier keinen Gnadenhof gibt.

image

Eine alte Junkers Ju-52, die in den 1940ern hier geparkt wurde und dann von Alliierten zerschossen wurde. Der Wehrmachts-Flughafen war übrigens noch bis 1975 in Betrieb.

image

Unsere Tour führte auch entlang der Kohle-Seilbahn.

image

Pause

image

Luna & Cox, die Leithunde

image

6 Wochen alt – Luke

image

und Leia

image

Huhu.

image

Hillfried

image

Carmen mit dem schönen Blick

image

Meine kleinen Videos gibt es hier.

Kategorien: Allgemein | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Svalbard – Spitzbergen – Longyearbyen

Die ersten Fotos vom Urlaub oberhalb des Polarkreises.

image

Die Temperaturen liegen kurz oberhalb des Gefrierpunktes. Manchmal nieselt es ein wenig, aber im Großen und Ganzen ist es sehr angenehm.

image

image

image

Kategorien: Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Pashupatinath – Verbrennung der Toten

Ungefähr eine Stunde braucht der Spaziergänger, um vom Stadtzentrum Kathmandus nach Pashupatinath zu gelangen. Hat man erstmal die richtige Straße gefunden,

geht es irgendwie immer geradeaus. Vorbei an durchaus lustigen Schildern

Parties-R-Uss (mit Doppel-S)

an einem Haus, von dem ich leider vergessen habe, wofür es dort steht,

 

einem hübschen, kleinen Wasserbecken.

Manche Ecken sind nicht ganz so schön

und Nebenstraßen entsprechen nicht immer den Vorstellungen des deutschen Globetrotters.

 

Irgendwann erstreckt sich dann plötzlich das Tal vor dem sonnengewärmten Wanderer und sieht aus der Ferne nicht aus wie ein Ort, an dem sich die Verstorbenen in Rauch, Asche und zur Reinkarnation bereitstehende Seelen aufteilen.

 

Am Eingang werden Unmengen Holz vorbereitet. Die ganze Verbrennungsaktion ist ein sehr holzintensives Unterfangen. Das verwendete Holz brennt lange und heiß genug um den Körper bestmöglich zu durchdringen. Wer will schon Opas Füße am Ende übrig haben?

 

Die allgegenwärtige Heilige Kuh

 

Ein erotisch angehauchter Tempel:

 

 

Wasserverkäuferinnen, Helfer für den Holztransport und einen Sadhu, das Pendant zum buddhistischen Brahmanen.

 

Das Flüsschen, an dem die Zeremonie abgehalten wird, ist der Bagmati, in Indien wird er durch viele Nebenflüsse immer größer und heißt dort schließlich Ganges, ist also der heilige Fluß der Hindus.

 

Das Auge einfach flußabwärts gewendet, offenbart sich der Blick auf’s Geschehen

Eine Verbrennungsplattform neben der anderen. Irgendwo raucht es immer. Bei meinem Besuch waren 4 Plattformen parallel in Betrieb, nach dem Erdbeben mit den vielen Toten dürfte hier noch viel mehr Betrieb geherrscht haben. Es gibt nämlich die eine wichtige Regel, um seine Seele zu retten: nach dem Tod muß der Körper innerhalb von 12 Stunden verbrannt werden.

Ich habe mir das Ereignis mal von oben angesehen. Übrigens hat niemand der Anwesenden ein Problem mit fremden Zuschauern, solange man ihnen nicht durch die Gruppe wandert, sich respektlos zeigt oder anderweitig störend in Erscheinung tritt.

Der Wind hat es gut mit mir gemeint und sich spontan gedreht. Und schon war ich mitten im Geschehen.

 

Wer sich jetzt fragt: „Stinkt das nicht gar fürchterlich nach Fett, Grillfleisch oder sonstwie eklig?“, dem kann ich sagen, es riecht wie ein ausgeblasenes Streichholz. Mehr nicht!

Den Ablauf einer Verbrennung konnte ich hier für euch festhalten.

Das Holz wird aufgestapelt

 

Der Tote (hier mit weiß umhüllten Füßen und bloßem Kopf) wird auf den Holzstapel gelegt. Alle männlichen Verwandten sind versammelt.

 

Auf die Augen werden Blumen gelegt, der Körper wird mit Stroh zugedeckt.

 

 

und alles wird unten angezündet

 

Schwupp – fertig:

 

Wenn man sich etwas ungeschickter anstellt, kann der Tote für den Scheiterhaufen durchaus etwas zu lang ausfallen. Das sieht dann so aus. (klickt auf das Foto für eine größere Auflösung)

Ein wenig verstörend für mich war die Tatsache, daß der Feuermeister (sitzt mit seiner weißen Hose hinter dem Rauch) nach einer Weile den angelehnten langen Bambusstab nahm und die Füße zur Mitte schob. Ich weiß nicht, wieso ich erwartet hatte, daß dadurch am anderen Ende der Kopf nach oben rutscht, aber das passierte natürlich nicht, weil sich die Mitte des Herrn schon in Rauch aufgelöst hatte.

Die Kinder wandern hier mit großen Magneten durch das seichte Wasser und angeln nach Metall.

 

Und während am anderen Ufer die weiblichen Verwandten die im Anschluß stattfindende Verbrennung des Bauchnabels (hat man mir erklärt) zelebrieren

 

bastelt ein Sadhu aus Blättern und Früchten ein kleines Schiffchen, in dem die Seele des Verstorbenen flussabwärts davongetragen wird.

 

Weit kommt die Seele aber nicht. Auf den Dächern der Verbrennungsplattformen sitzen Affen und lassen sich mit lautem Platschen in den Fluss fallen um sich die Früchte zu schnappen.

Schaut euch mal den rechten der beiden Affen an, der auf der untersten Dachstrebe sitzt:

weg isser. Stattdessen seht ihr ihn hier gerade oberhalb der Scheiterhaufen vorbeifliegen:

 

und schon fliegt er weiter – hier ungefähr links von der Pappkiste, die auf der Plattform steht

platsch

Und auf zur nächsten Runde.

 

Außer der Verbrennerei passiert noch mehr in Pashupatinath.

Sadhus segnen gegen kleine Spenden.

 

Und man kann sich sogar mit ihnen auf englisch unterhalten

und von hinten in ihre Wohnung schauen

Das Symbol der Sadhus ist übrigens der Dreizack:

 

Den Kühen ist Heiligkeit wichtiger als Eiligkeit.

Die brauchen keine Angst vor dem Schlachthaus zu haben. Tote Kühe werden hier begraben.

Mein Herumführer, der sich für’s Foto extra nachdenklich hingestellt hat.

 

Mein Lieblings-Hindu-Gott Hanuman

 

Vor jedem der zahllosen kleinen Tempel sitzt eine Steinkuh. Sie ist das Transportmittel von Shiva, der hierherkam um sich mit Frauen zu treffen. Was er dann mit ihnen gemacht hat, wissen wir nicht. Man steckt ja nicht drin.

Jeder Tempel sieht ein bißchen anders aus, aber alle sind schön anzuschauen.

 

Und neben jedem Eingang ist irgendwo eine Glocke, die man läuten muß, bevor man einen Tempel betritt. Wozu? Falls Shiva drin ist und was-auch-immer dort tut, hat er wenigstens noch etwas Zeit sich etwas anzuziehen.

 

Als ich diesen Hund dort oben übrigens fotografiert habe, bin ich einen Schritt vor ihm zurückgegangen. Mit dem Drücken des Auslösers für dieses Foto

bin ich in seinen Haufen getreten. Man sieht ihn auf dem oberen Foto übrigens neben ihm. Ich glaube, ein Grinsen im Hundegesicht erkannt zu haben. An der Girlande seht ihr, daß das Foto noch am Tag des Hundes aufgenommen wurde, den ich im Kathmandu-Artikel schon erwähnt hatte.

 

Andere bunt bemalte Hunde feierten ihren Feiertag durch ausgiebigen Mittagsschlaf.

 

 

Wie dieser Kollege an den Ecken einiger Tempel heißt, habe ich vergessen.

 

 

Aber neben dem Eingang trifft man gelegentlich auf diesen Herrn

und diese Dame

 

 

Ein schöner Ausblick

 

Zum Abschluß meines kleinen Ausflugs in den Bezirk der Toten noch einige Fotos von Affen, die mir wirklich gut gefallen haben.

Mutter und Kind

 

 

der Sphinx-Affe

 

 

überall sind sie unterwegs

 

mein Keks-Kumpel

oh, ein Vögelchen

 

Kategorien: 2014, Allgemein, Nepal, Pashupatinath | Schlagwörter: , , , , , , | Ein Kommentar

Kathmandu

Kathmandu – die Hauptstadt von Nepal – hat das gewisse Etwas. Ebenso wie San Francisco, New York City, Paris, Hamburg oder Berlin ist es nicht sonderlich schön, wenn man genau hinsieht sogar eher dreckig, aber die Mischung und Attitüde der Einheimischen und Besucher macht diese Orte zu Plätzen, an denen ich mich gern aufhalte. Vielleicht hängt es mit meinem unaufgeräumten Inneren zusammen.

Ich habe mich in Kathmandu über die vielen Straßenhunde gefreut. Auch wenn sie nicht solch glänzendes Fell haben, wie der europäische Hätschelhund, scheint es ihnen im Großen und Ganzen gut zu gehen, wenn nicht sogar besser als unseren Vierbeinern. Anders als bei uns, gehört der Hund dort niemandem. Er streunt durch die Gegend und geht zu Menschen, die ihn füttern und gut behandeln. Tun sie das nicht mehr, zieht der Hylax weiter und sucht sich ein neues Leben. Diese Wahl haben viele Hunde hierzulande nicht, werden gehauen und bleiben dem Herrn trotzdem treu.

Anders als bei uns, haben die Hunde einen eigenen Feiertag. Er kommt in der Reihenfolge nach dem Tag der Krähe und vor den Tagen des Affen, des Ochsen und der Kuh. Und weil Hindus und Buddhisten an die Wiedergeburt ihrer verstorbenen Vorfahren glauben, werden alle Tiere (außer solche miesen Zeitgenossen wie Mücken) respektvoll behandelt. An ihrem Feiertag bekommen sie sogar eine Blumengirlande und einen rot-gelben Punkt auf die Stirn.

Sie sahen nicht aus, als würde es sie stören.

Manch einer, so wie dieser tibetanische Mönch mit seinen vier (!) iPhones, begehen den Tag des Hundes sehr speziell. Weiß er vielleicht etwas Genaueres  über die reinkarnierte Person in diesem Hund

Willkommen in der neuen Zeit!

Aber Kathmandu besteht nicht nur aus Hunden, es gibt dort auch Menschen und zwar sehr viele. Derzeit sind es etwas über eine Million und immer mehr Bewohner vom Land streben in die Hauptstadt auf der Suche nach dem kleinen Glück.

Immer und überall sind Menschen

und mit ihnen wächst diese alte Stadt in einem viel zu schnellen Tempo. Die Kanalisation im Zentrum ist vollkommen überfordert und die Stromversorgung wird auf sehr simple Weise geregelt.

Aber es funktioniert fast immer. Die Nepalesen haben sich auch mit den täglich mindestens einmal stattfindenden Stromabschaltungen arrangiert. Um Strom zu sparen, wird Region für Region, der Strom für 15 Minuten oder auch für mehrere Stunden abgeschaltet. Manchmal ist der Plan bekannt, manchmal kommt es überraschend. Aber überall stehen Autobatterien in Geschäften und Hotels und eins-zwei-drei leuchten die stromsparenden Energiesparlampen, LED-Lichterketten oder auch traditionelle Kerzen und die Welt dreht sich weiter, bis der Strom wieder kommt.

Die Straßen in Kathmandu sind unglaublich schlecht. Das hat den Vorteil, daß Autos und Mopeds wenigstens ein bißchen langsamer fahren. Durch das geschickte Ausweichen der Einheimischen passiert es aber doch mal, daß ein Moped bei seinem Schlagloch-Slalom überraschend an einer Seite vorbeischießt, an der man es nicht erwartet hätte,

denn wer möchte schon gern hier mit dem Vorderrad bei hoher Geschwindigkeit reinfahren?

Bevor ich euch die sehenswürdigeren Sehenswürdigkeiten zeige, noch ein kurzer Blick zum zweithäufigsten Vierbeiner des Ortes

Was bei uns die Katze, ist hier der Affe. Niedlich, verfressen und albern. Wer es noch nicht kennt, kann hier mein kleines Video anschauen. Aber Vorsicht ist geboten, während ich in Pashupatinath meine Kekse mit einem sehr gefälligen Kumpel geteilt habe,

ist mir auf der Treppe zum Swayambhunath-Tempel ein Zeitgenosse nicht wohl gesonnen gewesen.

Kathmandu bezaubert ja durch sein verwirrendes Labyrinth an Straßen und Gassen. Nichts verläuft gerade und der Spaziergänger kommt immer an einem anderen Ort raus als erwartet.

Musste ich am Wal Mart links rum?

Irgendwann landet man aber immer wieder auf einer Hauptstraße


und die meisten von denen führen, wenn man die richtige Richtung einschlägt, zum Durbar Square.

Nicht auf jeder Straße geht es beschaulich zu

und man muß gut aufpassen, nicht von einem Moped umgefahren zu werden. Glücklich, wer in all dem Trubel seine Ruhe behält.

Wer sich übrigens über die Hakenkreuze auf vielen der Fotos wundert: In Asien ist die Swastika ein Glückssymbol und allgegenwärtig.

Ebenso allgegenwärtig ist übrigens auch Werbung für drei qualitativ eher minderwertige Getränke aus den USA und Dänemark:

Der Dunbar Square ist – oder war eine beeindruckende Ansammlung alter Tempel,

die den Tauben als Sonnenplatz gut zu gefallen scheinen.

Die Schnitzereien an den fragilen Dachkonstruktionen waren mit viel Aufwand und Geschick hergestellt worden und haben unter dem starken Erdbeben stark gelitten.


Der größte Teil ist zerstört worden und muß nun aus Zeichnungen und Fotos rekonstruiert werden.

Allgegenwärtige Blumen- und Obstverkäufer, die das bunte Treiben noch zusätzlich kolorieren.

Sonnenuntergang über dem Palast der lebenden Kind-Göttin, der Kumari.

Götter werden überall mit roter, gelber und oranger Farbe verehrt.


Ich kann mir nicht helfen, aber ich sehe in dieser Gottesfigur sehr starke südamerikanische Züge. Sollte das meine Theorie untermauern, daß vermeintliche Götter stets über den unerforschten Ozean kamen und nur aufgrund ihrer Herkunft aus dem Unbekannten verehrt wurden. Hatten die Ankömmlinge dann noch einen Wissensvorsprung, war die Gotthaftigkeit beschlossene Sache.

Noch ein Highlight meiner Entdeckungswanderungen durch Kathmandu – der Zahnschmerz-Schrein.

Jeder, den ein Zahnweh plagt, geht mit einer Münze und einem Nagel hierher und nagelt die Münze an den Schrein. Da scheint wirklich zu helfen, denn vom Schrein ist so gut wie nichts mehr zu erkennen. Klickt mal auf das Foto für eine Großaufnahme. Eine prima Geschäftsidee hatte übrigens der Bettler nebenan. Mit einem bunten Tuch um den Kopf klagte er über Zahnschmerzen und bat um eine kleine Spende – allerdings keine Münze, sondern Papiergeld. Eine Nepalesische Rupie ist mit 0,9 Cent eher wertlos.

Stilleben mit Obst,

Familie

und Süßigkeiten.

In Kathmandu gibt es sogar ein Department für Geldwäsche-Ermittlungen – aber viel zu nützen, scheint es nicht.

Mit der Kühlung von Fleisch nimmt man es hier nicht sehr genau. Morgens bei 20°C, nachmittags bei 26°C, die Hühner liegen dort und die Fliegen freuen sich.

Ein sehr altmodischer Yak-Woll-Großhändler.

Auch solche Geschäfte findet man hier:

Ein Ballett-Hund:

Lustige Bank-Namen:

Das berühmte Nepal-Papier kann man hier an allen Ecken kaufen. Egal ob en gros

oder en detail

Ich habe regen Gebrauch davon gemacht. Geschenkpapier, Lesezeichen, Umschläge, Karten und und und.

Der tägliche Wahn:

Zeit für einen Plausch:

Heimarbeit in einem der vielen Häuser, die als Wohnung für die gesamte Familie, Produktions- und Verkaufsstätte für die hergestellten Waren dienen und mit großer Wahrscheinlichkeit aufgrund ihrer fragilen Bauweise das Erdbeben nicht überlebt haben.

Rikshas

Und an jeder Ecke, am Ende winziger Gassen und auf kleinsten Hinterhöfen findet man Stupas.

Diese Hinterhöfe waren für mich mit die beeindruckendsten Orte, auch wenn ich so manches mal in das traute Familienleben geplatzt bin, weil ich aus einem Durchgang zum Vorschein kam, aus dem sonst wahrscheinlich kein Tourist ausgespuckt wird.

Dieses Haus wollte ich als Bauruine im Foto festhalten war jedoch überrascht, es komplett bewohnt vorzufinden. Auch das dürfte das Erdbeben nicht überstanden haben.

Durch den Eingang, vorbei an mich verwundert anschauenden Bewohnern, die meinerseits verwundert zurückbeschaut wurden, kam ich auf den Hof:

„Gerade“ wird überbewertet.

Kategorien: 2014, Kathmandu, Nepal | Schlagwörter: , , | Ein Kommentar

Erdbeben in Nepal

Da habe ich aber Glück gehabt, daß ich mir all die schönen Bauwerke noch anschauen konnte. Für alle, die mal vergleichen möchten: mein Foto:

vorher

Photo: courtesy of Shishir Khanal – https://www.facebook.com/TrekkingVenueNepal – All rights reserved

jetzt: nach dem Beben Gleicher Ort – man sieht rechts sogar noch die Bambusstangen des Baugerüsts.

Kategorien: 2015, Kathmandu, Nepal | Schlagwörter: , , , , , , , | 4 Kommentare

Eine Woche in Gizeh – Teil 3

Ganz zum Schluss meiner Ägypten-Reise zeige ich euch heute noch, wie es in Gizeh aussieht, wenn man aus dem touristischen Viertel hinausgeht. So lebt der durchschnittliche Stadtmensch.

Das Brot wird frisch gebacken an der Straße zum Verkauf angeboten. Die zahlreichen Kamele hier sind allerdings kein gängiges Fortbewegungsmittel. Es sind die Tiere, die bei den Pyramiden als Touristenattraktion arbeiten und morgens hin und abends wieder in den Stall gebracht werden.

Schlecht ist allerdings, daß an der Straße die dicken LKWs ihre Dieselfahnen über das Brot blasen. Das hat meine Impression vom frischen Brot am Wegesrand stark getrübt.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegen die stinkenden Mülltüten und werden von allerlei Getier von außen und innen zerfressen und geplündert.

Das absolute Highlight war jedoch der Kanal, der ab hier oberirdisch fließt – mehr oder weniger.

Wer findet den Vogel?

Auf dem Auto steht irgendetwas wie „Allah ist groß“. Ich frage mich, ob er das gutheißen würde. War ja schließlich seine Erfindung, die die Herrschaften hier kaputt machen.

Interessanterweise kann man den ganzen Kanal entlang genau sehen, wo sich die Türen der Häuser befinden.

Fische. Ob ihr es glaubt oder nicht, ein paar hundert Meter weiter saßen tatsächlich zwei Männer in einem Boot und haben ein Netz mit Fischen herausgezogen.

Die alltägliche Müllentsorgung:

In einem Laden fällt natürlich etwas mehr Müll an

Noch ein wenig hübschere Impressionen

ein Schuhputzer mit Katze

Bäckerei – hier kommt das frische Brot her, das dann am Straßenrand verkauft wird. (siehe oben) Für 1 ägyptisches Pfund (EUR -,12) gibt es zwei bis drei dieser leckeren Brote.

Sofern ihr dieses Video zum Laufen bringt, könnt ihr sehen, wie in Ägypten Wohnungen vermietet werden. Die Häuser werden im Rohbau fertiggestellt und der Mieter kann sich eine Wohnung aussuchen und zieht mit Möbeln und eigenen Fenstern ein. Somit spart sich der Bauherr, hunderte Fenster einzubauen, die den Mietern später nicht gefallen. Und an den eingebauten Fenstern sieht man, daß es offenbar sehr unterschiedliche Fenster-Geschmäcker gibt. Ägypter…

Wer noch ein paar kurze Videos anschauen möchte, die ich unterwegs aufgenommen habe, der klickt sich zu Youtube.

Kategorien: 2015, Ägypten, Gizeh | 2 Kommentare

Eine Woche in Gizeh – Teil 2

Das ist die Fortsetzung meines Berichts zu Gizeh. Außer den Hauptattraktionen in Gizeh, den Pyramiden, hat mich die Randbebauung interessiert. Rund um die Cheops-Pyramide, also die älteste der drei großen Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau, haben sich zahllose Amts- und Würdenträger aus dem Umfeld der Pharaonen in sogenannten Mastabas bestatten lassen. Auch um die anderen beiden Pyramiden findet man solche Gräber. Eine Mastaba zeichnet sich durch ihre Bauart aus: Ein teilweise verzierter Pyramidenstumpf in dessen Innerem sich ein verzweigter Gang mit mehreren Scheintüren befindet führt schließlich zu einem bis zu 16 Meter tiefen Abstieg, der zur eigentlichen, schmucklosen, in den Fels gehauenen Grabkammer führt.

Mastaba-Aufbau – Wikipedia – Urheber unbekannt

Wenn die Wände über die Jahre verschwunden sind, sieht es so aus:

die ist allerdings für Anschauungszwecke so konserviert

Ist das Bauwerk abgetragen worden, bleibt nur noch das Loch übrig. Die Gegend ist voller Teile, die aus dem Sand ausgegraben wurden. Und so zerbrochen sie auch sein mögen, immerhin hat jedes dieser Teile schon Gebäude geziert als die Christen gerade einmal mit ihrer Zeitrechnung begonnen haben. Vielmehr waren diese Steine damals schon ein- oder zweitausend Jahre alt. Mastabas sehen außen schöner aus als innen: Die besterhaltenen Mastabas sind zum Schutz vor Leuten wie mir mit Türen verschlossen. Die man aber mit etwas Geschick aufbekommt und sich das Innere ansehen kann. Was auch immer über der verschlossenen Tür steht

Tritt ein, Fremder

und der Fluch des Pharao

wird Dich und die Kinder Deiner Kinder

dahinraffen. (grobe Übersetzung)

Hoppla, da ist das Schloß vom Gitter (fast) von allein aufgegangen und ich konnte mir die Arbeit der Archäologen anschauen: Man sieht zwei ziemlich sauber aus dem Felsen gehauene Schächte, die nach unten führen. Der vordere ist noch mit Sand und Dreck gefüllt, während der hintere schon freigelegt ist. Man sieht am Boden des Schachtes prima den Weg zur Grabkammer. Da ich nicht wusste, ob und wann die Herren und Damen Ausgräber wiederkommen, wollte ich hier nicht runtersteigen. Entweder bin ich gerade unten, wenn sie kommen und das hätte sicher richtig Ärger gegeben, oder ich Falle in die Tiefe, niemand kommt und ebenso hört hier niemand mein Rufen. (andererseits hätten sie mich vielleicht irgendwann als Mumie ausgestellt) Es war übrigens auch überhaupt nicht so hell, wie mein blitzbelichtetes Foto suggeriert und Fackeln hatte ich keine im Gepäck. In einer anderen Mastaba sah der Schacht zur Grabkammer so aus:

da ist noch so mancher Eimer Erde rauszutragen, bis man den Weg zum Grab freigelegt hat.

Ist das ein uralter Plattenspieler? Liegt hier ein berühmter DJ aus der Pharaonenzeit begraben? Nein, es ist ein Getreidestein, auf den ein Mühlstein mit Handkurbel aufgesetzt wurde. Noch heute werden solche Dinger in Tibet benutzt und sehen so aus:

„Bundesarchiv Bild 135-BB-152-11, Tibetexpedition, Tibeter mit Handmühle“ von Bundesarchiv, Bild 135-BB-152-11 / Beger, Bruno / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons

Nicht alles, was aussieht wie eine Tür, ist auch eine.

oder vielleicht doch?

Beeindruckt hat mich die Bautechnik, bei der Steine zu einem Teil grob behauen und zum anderen fein geglättet wurden, so daß der Anschein entsteht, es wären zwei Arten Steine verbaut worden. Von innen ist der Verriegelungs-Mechanismus noch gut zu sehen. Nur auf einer Seite befindet sich die Aussparung zum Einhängen des Verschlußsteines, der nach dem Absenken die Tür von innen bündig schließt. Mal links, mal rechts. Aber immer nur an einer Seite Manches hat der Wind komplett mit Sand bedeckt Anderes ist so schön verweht, daß es ein prima Fotomotiv abgibt Tiefe Schächte Löcher im Dach Jede Menge Gelegenheiten, irgendwo hinein zu fallen. Wer aber aufpaßt, findet viele Türen, die offen stehen und, mehr oder weniger, zum Erforschen einladen Renoviert wird auch fleißig

Die Wächter am Eingang sprechen eine deutliche Sprache.

Ich verstehe nur Ankh

4000 Jahre alte Malereien

Solche Mastabas zeigen, wie eng hier einst nebeneinander begraben wurde

achtet mal auf die erdbebensichere und statisch wertvolle Konstruktion der untersten sichtbaren Reihe. Der dritte Stein ist schon eine Meisterleistung der Stabilität

um die Ecke wurde ebenso geschickt gebaut. Der große Stein passt perfekt.

Und wer sich nun fragt, von welcher Steingröße der Herr Verreisende hier spricht, denn aus diesem Bild kann man die Größe nur schwer erkennen: der schaut mal hier

Selbstauslöser drücken, hinrennen, entspannt hinstellen

Und überall wurden schöne Steinmetzarbeiten eingebaut und werden heute von den Einheimischen beschmiert

Anubis, der Gott der Toten, rechts, eigentlich nur der Wüstenfuchs

Teil 3 gibt es hier.

Kategorien: 2015, Ägypten, Gizeh | Schlagwörter: , , , | Ein Kommentar

Eine Woche in Gizeh – Teil 1

Dieser Artikel schließt meinen Bericht aus Ägypten ab. Aufgrund des Umfangs und damit ich überhaupt etwas veröffentlicht bekomme, unterteile ich ihn in drei Teile.

Über mein tolles Hotel habe ich ja bereits berichtet. Heute möchte ich euch nun erzählen, was ich in Gizeh eigentlich gemacht habe.

Hauptsächlich habe ich mir natürlich das Gebiet um die Pyramiden und die Pyramiden selbst angesehen und versucht ein paar Fotos zu machen, an denen ich mich auch in den kommenden Jahren noch erfreuen kann.

Ich schiebe euch hier die mal zu, die mir gut gefallen. Anmerkungen dazu findet ihr jeweils in der Bildunterschrift. Wenn ihr auf das Bild klickt, bekommt ihr eine größere Version angezeigt. Copyright liegt einzig bei mir, aber wer fragt, dem wird bestimmt geholfen.

der ungezoomte Blick

der ungezoomte Blick – das Bild kennt ihr schon

mein Zoom vom Hotel aus ausprobiert

noch mehr zoomen

Von der Sphinx wird ja vermutet, daß sie noch viel älter ist, als die Pyramiden.

an den Relationen des Körpers verglichen mit dem Kopf sieht man deutlich, daß auch diese Sphinx einmal einen schöneren Kopf hatte; vermutlich hatte der Pharao einfach keine Lust mehr, seinen Vorfahren anschauen zu müssen und hat den größeren Kopf umarbeiten lassen.

Vergleicht das mal mit einer Original-Sphinx, wie der in Memphis. Da stimmen die Proportionen:

Aber trotzdem ist sie schon allein durch ihre Größe beeindruckend.

Am Hinterkopf erkennt man noch die Reste des Zopfes, der wahrscheinlich bei den Umgestaltungsarbeiten abgeklopft wurde.

Zopf ab

Und hier das ursprüngliche Aussehen anhand der Memphis Sphinx

siehe oben, auf dem Rücken, hinter dem Kopf

Die gute Erhaltung täuscht übrigens. Hier wird ununterbrochen herumgewerkelt und ausgebessert

so sah die Sphinx bis zu ihrer Ausgrabung aus. Quelle: Wikipedia)

Ich vermute, in diesen Löchern wurde Ohrschmuck befestigt

Aber die Sphinx ist nicht alles, was es in Gizeh zu bewundern gibt. Da wären noch Kamele:

ein Polizei-Kamel

Halt! Stehen bleiben!

PO-

LI-

Zuäääh.

ach, was soll’s

Tee-Pause

Die meisten Besucher kommen jedoch sicher wegen der Pyramiden.

Cheops – die größte

Chephren – die mittlere

Mykerinos – die kleinste, aber am besten erhaltene

Cheops – Entlastungssteine für die Statik

Blick aus dem Grabräubertunnel

der Eingang der Grabräuber

raufgeklettert – runtergekuckt

der Prozessionsweg zur Chephren-Pyramide

man kann unterhalb der Reste der Verkleidung sehen, wie in neuer Zeit Steine verschoben wurden um dem weiteren Abstürzen der Verkleidungssteine vorzubeugen

Stützsteine – warum der oberste Stein allerdings nicht wieder gerade gerückt wird, kann ich mir nicht erklären.

Sockelsteine – Spitze – passt

je weiter unten, desto größer die Steine

abgestürzte Verkleidung

und so sah das mal aus

Herr Chephren hat seine Ein-Zimmer-Wohnung eher schlicht gehalten.

das Schlafzimmer

kletter doch mal auf eine Pyramide, haben sie gesagt

Der Original-Moppi und die Pyramiden – v.l.n.r. Cheops, Chephren, Mykerinos

acht Pyramiden auf einem Bild – von vorn nach hinten: Mykerinos drei Königinnen-Pyramiden, dahinter Mykerinos, in der Mitte die am größten wirkende, obwohl nur zweitgrößte Chephren-Pyramide (die auf einer kleinen Anhöhe steht und deshalb größer wirkt) und hinten schaut die große Cheops hervor; zu ihrer rechten seine Königinnen-Pyramiden

euer Moppi ist größer als die Pyramiden – ist das nicht beeindruckend – fast so wie der RIese Tur Tur aus der Augsburger Puppenkiste

hinter den Pyramiden fängt schon die Sahara an

Zwar hat es nur für Wasser und nicht für „Tea in the Sahara“ gereicht, aber wenigstens wisst ihr nun mal, mit wem ihr es zu tun habt.

So groß sind die Grundsteine der Pyramide

Abends und aus der richtigen Perspektive:

Und wenn die Sonne weg ist, gehen die Lichter an:

Gute Nacht Gizeh!

Teil 3 gibt es hier

Kategorien: Ägypten, Gizeh | Schlagwörter: , , , , | 2 Kommentare

Kathmandu – Nepals einziger internationaler Flughafen nach Bruchlandung geschlossen

Da habe ich ja nochmal Glück gehabt, daß ich schon abgeflogen war.

Flughafen Kathmandu nach Bruchlandung gesperrt

 

Jetzt wisst ihr, wieso ich bei meinen Fernreisen Puffertage einfüge.

Und bei der Gelegenheit fällt mir ein, daß ich meinen Nepal-Bericht noch gar nicht abgeliefert habe.

Kategorien: 2014, Kathmandu, Nepal | Schlagwörter: , , , | 4 Kommentare

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.